Arbeitsrecht bei Schwangerschaft

Das müssen Sie zur Schwangerschaft im Arbeitsrecht wissen

Mutterschutz, Beschäftigungsverbot, Kündigungsschutz: Schwangere genießen besondere Rechte am Arbeitsplatz. Worauf Arbeitnehmer und Arbeitgeber achten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Schwangerschaft im Arbeitsrecht. Für den Inhalt verantwortlich sind unsere Fachanwälte für Arbeitsrecht Christian Wieneke-Spohler, Kai Höppner und Merle Lerdon.

Portrait von Christian Wieneke-Spohler, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt
Christian Wieneke-Spohler
Portraitfoto von Kai Höppner, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg
Fachanwalt
Kai Höppner
Portraitfoto der Hamburger Fachanwältin für Arbeitsrecht Merle Lerdon
Fachanwältin
Merle Lerdon

Inhalt

Das Wichtigste in Kürze

  • Schwangere haben besonderen Schutz gemäß Mutterschutzgesetz (MuSchG).
  • Eine Kündigung während der Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Entbindung ist grundsätzlich unzulässig, wenn der Arbeitgeber von der Schwangerschaft weiß oder Sie sie ihm innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitteilen; nur die zuständige Behörde kann sie in besonderen Fällen für zulässig erklären (§ 17 MuSchG).
  • Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin und endet acht Wochen danach (bei Mehrlings- und Frühgeburten zwölf Wochen). 
  • Schwangere dürfen keine gefährdenden Tätigkeiten ausführen.

Martens & Wieneke-Spohler Rechtsanwälte

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Für wen gilt der Mutterschutz?n

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) greift ab dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass Sie schwanger sind.

Der Arbeitgeber muss anschließend das Gewerbeaufsichtsamt informieren und bestimmte Schutzvorschriften einhalten.

Zudem gilt ab sofort Kündigungsschutz.

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden, also auch für Teilzeitkräfte, geringfügig Beschäftigte oder Auszubildende.

Wenn Sie einen befristeten Arbeitsvertrag haben, endet der Mutterschutz mit der Vertragslaufzeit.

Eine Angestellte, die in der Probezeit schwanger wird, darf ebenfalls nicht gekündigt werden.

Der Mutter- und Kündigungsschutz gilt nach der Entbindung noch vier Monate lang.

Wenn der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Kündigung bislang nicht über die Schwangerschaft informiert wurde, können Schwangere innerhalb von zwei Wochen die Information nachreichen. Die Kündigung ist dann unwirksam.

Das Arbeitsrecht bei Schwangerschaft sieht Beschäftigungsverbote vor, die Gesundheit und Leben von Müttern und Ungeboren schützen sollen.

Beschäftigungsverbot für Schwangere im Arbeitsrecht

Beschäftigungsverbot

Das Arbeitsrecht bei Schwangerschaft sieht Beschäftigungsverbote vor. Diese Verbote sollen die Gesundheit und Leben von Müttern und Ungeboren schützen.

Zunächst einmal dürfen Schwangere keine Tätigkeiten ausführen, die sie oder ihr Baby gefährden können. Für ein absolutes Beschäftigungsverbot – also wenn die Betroffene gar nicht mehr arbeiten darf – ist ein ärztliches Attest nötigt. Eine Bescheinigung der Hebamme genügt nicht. Im Mutterschutzgesetz wird beim Beschäftigungsverbot unterschieden zwischen:

  • Individuelles Beschäftigungsverbot: wenn die Gesundheit von Mutter und Kind durch die Fortführung der Beschäftigung gefährdet ist.
  • Arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot: wenn der Arbeitsplatz an sich eine Gefährdung darstellt.

Mutterschutzfrist

Eine Besonderheit im Arbeitsrecht bei Schwangerschaft ist die Mutterschutzfrist. Sie beginnt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt.

In dieser Zeit dürfen Schwangere und frisch gebackene Mütter gar nicht beschäftigt werden. Bei Mehrlings- und Frühgeburten verlängert sich die Schutzfrist nach der Geburt auf 12 Wochen. Diese Zeit gilt übrigens als Arbeitszeit, das heißt: Sie erhalten Ihr volles Gehalt und erwerben Urlaubsanspruch.

Die auf dieser Seite enthaltenen Informationen geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und der laufenden Aktualisierungen durch unsere Fachanwälte wieder. Sie ersetzen aber keine individuelle anwaltliche Rechtsberatung im Einzelfall. Jeder Sachverhalt ist anders.

Das sagen unsere Mandanten

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Herzlichen Dank an die Kanzlei Martens & Wieneke-Spohler. Ich würde vertreten durch den Rechtsanwalt Hr. Höppner. Ich war außerordentlich zufrieden mit der Rechtsvertretung. Hr. Höppner hat mich fachlich wie auch menschlich bestens beraten, sowie unterstützt. Er war jederzeit erreichbar und hat komplexe Sachverhalte für mich verständlich erklärt.

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Unsere Fachanwälte stehen Ihnen mit langjähriger Erfahrung im Arbeitsrecht gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns!

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Auszeichnung der WirtschaftsWoche für die Hamburger Kanzlei Martens & Wieneke-Spohler als Top-Kanzlei für Arbeitsrecht in Hamburg.

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